Mittwoch, 28. August 2013

Mal so, mal so...

Kein Kind ist wie das andere- so und nicht anders geht es uns auch.

Als die kleine Fee noch ein Baby war, konnte man sich mittags mit ihr ins Bett legen, sie wuselte ein wenig herum und schlief dann ein. Oder man legte sie in den Laufstall, wo sie spielte und schaute und einfach einschlief, wenn sie müde war. Irgendwann wachte sie wieder auf und spielte dort weiter, wo sie vorher aufgehört hatte. Keine große Sache also.

Die kleinste Fee dagegen...da ist es leider nicht immer so einfach.

Ganz selten schläft sie auch mal beim Spiel unterm Spielbogen ein. Meistens ist es aber so, dass sie kleine, rote Äuglein bekommt und anfängt zu meckern und zu zappeln, wenn sie müde wird. Reagiert man nicht schnell genug, fängt sie an zu weinen.
Entweder muss man sie dann schuckelnder Weise durch die Gegend tragen (was mir zu anstrengend und auf Dauer auch zu schwer ist, zumal sie noch mehr weint, wenn man sich hinsetzen will) oder, man legt sie im Kinderwagen auf die Seite und schaukelt sie da drin hin und her. Dazu braucht sie aber noch ihr Tuch vorm Gesicht und auch die Spieluhr ist hilfreich. Bevor sie allerdings einschläft, steigert sich das Gemecker/ das Weinen noch mal deutlich und ebbt dann langsam in Gurgeln und Grummeln ab, bis sie irgendwann schläft. Das alles dauert meist nicht lange, vielleicht 5 bis maximal 10 Minuten- aber es ist halt ganz anders, als ich es von meiner ersten Zeit mit Baby kenne.

Am Abend musste auch die kleine Fee sich immer ein wenig ausschreien, bevor sie zur Ruhe kommen konnte, da sind die beiden gleich. Allerdings konnte ich die kleinste Fee heute problemlos in den Schlaf stillen, ohne das sie einen Mucks von sich gegeben oder wild herumgezappelt hätte.

Gestern Abend sah das ganz, ganz anders aus. Ich erkannte nicht gleich, dass sie Bauchweh hatte und fuhrwerkte sicher eine dreiviertel Stunde mit ihr herum, wobei es mal schlimmer und mal besser wurde. Bis ich schließlich unsere bewährte Bauchwehgymnastik mit ihr machte und sich alles löste. Dann schrie sie erneut, weil sich nach dem Bauchweh der Hunger meldete und erst danach konnte sie schlafen.

Arme rote Fee und arme kleinste Fee. Wir waren beide platt, am Ende dieser Session.
Gut, dass der Herr Schatz sich derweil um die kleine Fee kümmern konnte. Diese tigerte übrigens dann zum Ausgleich nachts noch gute drei, vier Stunden zwischen ihrem und unserem Bett hin und her, bis sie gegen drei, halb vier endlich einschlief.
An Schlaf war dennoch nicht zu denken, denn die kleinste Fee machte nahtlos weiter und zappelte sich in ihrem Körbchen dermaßen was zurecht, dass ich sie schließlich hoch nahm und herumtrug. Bis sich noch ein Bäuerchen und ein weiterer Pups lösten und wir endlich weiter schlafen konnten.

Zum Glück weiß ich, dass es erstens schlimmer sein könnte und dass es zweitens irgendwann besser werden wird. Spätestens wenn die beiden Teenager sind, werde ich sie vermutlich aus den Betten zerren müssen, weil sie bis in die Puppen darin herumschlafen und sich vor ihren Haushaltspflichten drücken oder so ähnlich. Es kann also quasi nur besser werden. So in 10, 15 Jahren etwa. Allerspätestens. Hoffe ich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen