Donnerstag, 2. Januar 2014

9 Monate kleinste Fee

Mein Herzblatt,

heute bist du schon neun Monate alt!
Der letzte Monat ging irgendwie noch schneller vorbei, als sonst sowiso schon und ich war regelrecht überrascht, als ich heute aufs Datum geschaut habe.

Andererseits habe ich paradoxer Weise gleichzeitig das Gefühl, dass du noch sooo winzig bist, mein Baby eben. Deine Kleidergröße ist der Beweis, dass dem nicht so ist und du hast auch schon wieder so große Schritte Richtung Kleinkind gemacht.
Du zeigst, dass du erste Dinge verstehen  kannst und auch, wenn du etwas nicht bekommst, was du gern hättest oder man dir etwas wegnimmt, kannst du sehr gut deinen Unmut äussern.
Wenn man dich fragt, wie groß du bist, dann hebst du die Arme an den Kopf und lachst übers ganze Gesicht, so wie auf dem Monatsfoto. Das ist zum Kreischen niedlich und soooo süß!
Und wenn jemand dir "Backe, backe Kuchen" vorsingt, klatschst du dabei wild deine Hände zusammen und machst begeistert mit.

Mit deiner großen Schwester alberst du bei Tisch herum und ihr lacht um die Wette, so laut, dass dein Papa und ich manchmal unser eigenes Wort nicht mehr verstehen können. Das macht aber nichts, weil es einfach nur schön ist, euch gemeinsam lachen zu sehen. Auch kuschelt ihr zwei gerne und steckt jetzt schon dauernd die Köpfe zusammen. Wenn deine große Schwester am Morgen noch ihren Schnuller im Mund hast, versuchst du dauernd, ihn ihr zu klauen, was ebenfalls sehr witzig ist. Dabei hast du doch genug eigene Schnuller. ;)

Da dein großer Schub nun vorbei ist, bist du wieder sehr unkompliziert. Du lässt dich von so ziemlich jedem auf dem Arm herum tragen und lachst sehr viel. Bei deinen Paten warst du bereits ein paar Mal und auch schon ein paar Stunden, ohne Probleme. Du bist sehr neugierig, willst alles anfassen und anlutschen. Mittlerweile bist du kaum noch zu bändigen, wenn du irgendetwas ausserhalb deiner Reichweite haben möchtest, du verbiegst dich wie ein kleiner Schlangenmensch. Das steigert natürlich deinen Fortbewegungsdrang und ich bin gespannt, wann du mit dem Krabbeln anfängst.

Inzwischen liebe ich es, mittags mit dir ein kleines Schläfchen zu halten. Wenn ich bei dir bin, werden es meist so um die zwei Stunden- jetzt wo dein Papa in Elternzeit ist und deine große Schwester Ferien hat, werden wir auch nicht unterbrochen, was grade mir sehr zu Gute kommt, weil ich nachts öfter mal wach werde und du mich morgens auch oft früh weckst.

Zähne sind noch immer nicht in Sicht, da kommst du nach deiner Schwester, die war auch spät dran. Bei ihr habe ich auf den Tag genau am 9. Monatsgeburtstag mit dem Stillen komplett aufgehört, bei dir wird das noch etwas dauern. Nachts meldest du dich noch zwei Mal, zu ziemlich regelmäßigen Zeiten. Ich lasse dich noch ein bisschen gewähren, wenn du deine Zähne dann hast, steigen wir auf Tee um, dann brauchst du mich und meine Milch nachts nicht mehr, denke ich. Aber das sehen wir dann.

Es ist entzückend, wie du seit ein paar Tagen richtige Küsschen gibst, als wolltest du einen auffressen, wie ein kleiner Löwe. Du findest das sehr witzig und jeder, der dich dabei sieht ebenfalls. Kleine Knutschkugel, du.

Tagsüber muss ich dich nun nicht mehr so viel herumtragen, du lässt dich auch eine Weile im Laufstall absetzen und beschäftigst dich mit deinen Spielsachen. Sitzen kannst du schon ziemlich sicher, aber noch nicht so gut, dass ich dich (ausserhalb des Laufstalls) alleine lassen würde, weil du hin und wieder doch noch umfällst. Weich gepolstert ist das kein Problem, aber da wir sonst kaum Teppich haben, ist mir das zu riskant. Das braucht noch ein paar Wochen. Liegen magst du eher nicht mehr so, weil du dann nicht so viel siehst. Du kullerst herum und ziehst dich manchmal ein paar Milimeterchen vor, aber das läuft noch nicht so, wie du es gern hättest (nämlich eher im Kreis, statt ans erwünschte Ziel) und dann meckerst du herum, bis man dich hinsetzt.

Beim Essen haben wir nun gar keine Probleme mehr. Man kann dir ohne weiteres Reiswaffeln oder Brotkanten geben und du isst ohne Probleme oder Hustenanfälle. Leberwurst und Schmierwurst findest du super und lutschst und zutschst so lange herum, bis nur noch ein klitzekleiner Klumpen übrig ist, der sich nur schwer aus deinen Händen winden lässt. Das Saubermachen hinterher ist dir ziemlich verhasst- wenn man dir aber vorher ansagt, was man vor hat, dann geht es trotzdem ganz gut.
Das gilt auch für Nasentropfen. Die musste ich dir im vergangenen Monat leider mal geben, weil du dich erkältet hattest. Zum Glück nichts ernstes, nur eine kleine Rotznase und Husten. Nun bist du schon wieder fit und gesund- ein Glück.

Mein kleiner Schatz, jeden Tag mit dir trage ich dankbar im Herzen und freue mich an jedem Morgen, wenn du aufwachst und mich mit deinem strahlenden Lächeln begrüßt. (Nur an der Uhrzeit könntest du noch etwas arbeiten. So halb sieben, sieben fände ich viiiel besser als halb sechs, sechs...)

Du bist mein kleinstes Feenkind und ich liebe dich so, so sehr.

Mama






Kommentare:

  1. Ich liebe die Briefe an deine kleinste Fee. Es ist so schön so viele Parallelen zu sehen, da ich im Freundeskreis leider keine gleichaltrigen Kinder habe. Ich wünsche Euch ein wunderbares neues Jahr. Liebe Grüße Nina

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  2. Danke Nina, euch auch ein gutes neues Jahr!
    Wir haben im Freundeskreis mittlerweile schon ein paar Kinder mehr, aber die kleinste Fee hat eher "Freunde" aus der Krabbelgruppe. Wir treffen uns regelmäßig und tauschen uns aus, was sehr schön ist. Vielleicht wäre das ja auch was für euch?

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