Sonntag, 2. Februar 2014

10 Monate kleinste Fee

Meine kleiner Sonnenschein,


kannst du es glauben, heute ist dein 10. Monatsgeburtstag! Das bedeutet, es geht im Affentempo auf deinen ersten Geburtstag zu- dann bist du offiziell kein Baby mehr, sondern ein richtiges Kleinkind.

Ein paar Ideen zu deinem Geburtstag habe ich auch schon im Kopf, z.B. wie die Einladung aussehen soll, wen wir einladen und welchen Kuchen ich machen möchte. Ich freue mich schon auf diesen Tag, auch wenn das magische (und anstrengende!) erste Jahr dann vorbei ist. Was wir dir schenken, steht auch schon so ziemlich fest, sofern du bis dahin krabbeln kannst. :) Ansonsten vertagen wir das auf Ostern. Oder Weihnachten.

Der letzte Monat war ein Monat voller Veränderungen:

Wir waren zum ersten Mal im Urlaub, zum ersten Mal schwimmen. Beides hat dir sehr gut gefallen und schreit nach Wiederholung.

Du hast zum ersten Mal "Ma-Ma" gesagt, nicht nur ins Blaue hinein, sondern zu mir.
Du robbst rückwärts durch die Wohnung, hast aus Versehen zwei kleine Schritte an meiner Hand gemacht und futterst plötzlich ganze Butterbrote. Und Nudeln! Ganze Nudeln. Haps, weg sind sie. (Das hätte deine Schwester in diesem Alter nie und nimmer gemacht, da bist du ihr ein wenig voraus, vermutlich bin ich deshalb so erstaunt darüber.)
Pürieren muss ich eigentlich nichts mehr, Stückchen im Essen stören dich überhaupt nicht, so lange alles weich genug ist.

Dein erstes Zähnchen ist durchgekommen und das zweite ist grade noch dabei, sich seinen Weg zu bahnen. Das geht natürlich nicht ohne ein bisschen Gejammer und unruhige Nächte, aber irgendwann sind diese kleinen, weißen Monsterchen ja alle da und dann ist´s gut.

Deine Kleidung in Gr. 62 muss ich in den nächsten Tagen wohl zum größten Teil aussortieren, für Bodys und Hosen mit halblangem Arm/ Bein ist es so langsam wirklich zu kalt. Die ersten Teile in 74 sind eingezogen und sitzen noch etwas locker, aber sonst sehr gut.

Tja, das war wirklich ganz schön viel, was du da gelernt hast.

Parallel hattest du deinen vorletzten Schub, der dir auch manchmal das Leben schwer gemacht hat, und uns natürlich auch. Es fuchst dich ganz schrecklich, dass du nicht hinkommst, wo du hin willst. Es macht den Eindruck, als würdest du am liebsten sofort loskrabbeln und die Welt erkunden- leider schiebt die Welt sich aber jedes Mal weiter weg, weil du im Momant nur den Rückwärtsgang kannst.

Stehen und sitzen kannst du wie eine eins und auch an meinen Händen ziehst du dich ohne Hilfe meinerseits hoch. Darum haben wir den Laufstall sicherer für dich gemacht und den Boden auf die unterste Etage verlegt.

Du zeigst auf alles, was dich interessiert und freust dich, wenn wir dir sagen, was es ist. Manchmal zeigst du aber auch, wohin du gern getragen werden möchtest. ;) Wenn jemand kommt oder geht, oder man dir sagt, dass du "gute Nacht" sagen sollst, winkst du zum verrückt werden niedlich mit deiner rechten Hand.

Dein Bettchen haben wir abgebaut, denn du wirst sowiso niemals darin eine Nacht verbringen.
Ich schätze mal, vielleicht noch ein gutes halbes Jahr, also im Sommer, wirst du mit ins Bett deiner großen Schwester ziehen und hier wird wieder Normalzustand einkehren. Da musst du dann halt durch, genau wie ich.

Mit dir im Bett zu schlafen ist zwar mitunter ziemlich anstrengend, aber ehrlicherweise auch sehr, sehr schön.
So viel Nähe zuzulassen schafft eine ganz besondere Bindung und da du ein richtiges Kuschelkind bist, genießen wir beide das umso mehr.
Am Abend lese ich dir "Gute Nacht, kleine Maus" vor und deine Schwester leistet uns dabei Gesellschaft.
An einer Stelle bellt ein Fuchs wie ein Hund und du ahmst die Laute nach, was sehr niedlich ist. Im Anschluss singe ich LaLeLu für dich und dabei fallen dir oft schon die Augen zu. Eine kleine Weile darfst du noch in meinen Armen schlafen, dann rolle ich dich auf die Seite und du schläfst dort weiter.
Im Moment wachst du öfter auf, weil dein Schnuller verloren gegangen ist, oder eben einfach, weil der Schub dich unruhig macht.

Die erste nächtliche Stillmahlzeit gegen 22 oder 24 Uhr haben wir nun durch eine Flasche ersetzt. (Eigentlich durch eine Schnabeltasse, Flaschen sind dir zuwider und du weigerst dich vehement, daraus zu trinken).
Gegen 3 oder 4 Uhr stillen wir noch mal  und dann wachst du meist noch mal gegen sechs auf und wir kuscheln noch eine kleine Weile, bis wir um sieben aufstehen müssen.

Die Milchmahlzeit um zehn rühre ich nun immer dünner an, bis wir am Ende bei Wasser angelangt sind und dann verfahren wir mit der zweiten genau so. Über Tag futterst du so viel, dass du bis dahin sicher ganz gut entwöhnt sein wirst und dir in der Nacht keine Nahrung fehlt.

Beim Frühstück bist du stets zufrieden, wenn du nur selbst dein Brot essen darfst. Zwischenzeitlich wollten wir dir mal "Manieren" beibringen (thihihihi) und haben es mit Häppchen und Gabel versucht. Hat zwar irgendwie geklappt, aber selbst essen magst du einfach lieber. Mittlerweile krümelst du auch nicht mehr ganz so viel (zum Leidwesen unseres Katers), hinterher saugen und dich waschen/umziehen müssen wir jedoch schon noch. Mal sehen, wann ich dir zum ersten Mal einen Löffel in die Hand gebe und ob wir dann die Küche renovieren müssen, kleiner Schmierfink, du.
Selbst wenn es eine Riesenmatscherei ist, irgendwie macht es mir Spaß, dir dabei zuzusehen, wie du Essen und dessen Konsistenzen entdeckst. Du nimmst immer genau so viel in deine kleine Schnute, wie hineinpasst, verschluckt hast du dich noch nie.

Mittags gibt es bisher noch selbst gemachte "Gläschen", da variieren wir öfter. Super gern isst du Schinken- Nudeln mit Käse und Gemüse-Tomatensauce. Aber auch Lachs mit Lauch, Basmatireis und Zucchini findest du lecker. Ich würze immer mit Kräutern und finde selbst, dass das ausgezeichnet duftet und auch schmeckt.
Hin und wieder improvisiere ich auch mal- wer hätte gedacht, dass Mais mit Erbsen und Basmatireis SO lecker schmeckt!
Auch Obstgläschen sind immer fix selbst gemacht, manchmal mit Zwieback, manchmal mit Grieß oder Quark. Du isst einfach alles und das freut mich natürlich sehr, grade weil wir am Anfang solche Startschwierigkeiten hatten. Dass du verhungern könntest, befürchte ich jetzt jedenfalls sicher nicht mehr ernsthaft.

Ich finde dich immer noch winzig, du bist und bleibst halt mein "Baby", auch wenn du natürlich stetig wächst und gedeihst. So richtiger Babyspeck ist an dir nicht dran, aber mager bist du auch nicht. Ganz normal eben, wie so ein Baby sein sollte. Fit, agil, neugierig und aufgeschlossen.

Du fremdelst nicht mehr ganz so viel, wie noch vor einer kleinen Weile, es kommt aber immer noch drauf an, wann und wie man dich anspricht- und auch ein bisschen darauf, wer dich anspricht. Du brauchst oft eine kleine Weile um anzukommen und kannst es einfach nicht leiden, wenn dich jemand, den du nicht ganz so gut kennst, gleich überrollt und fängst dann an zu weinen und vergräbst dich bei mir am Hals.
Man muss dir einfach Zeit lassen, was manche nicht so gut können. Du bist halt zuckersüß und jeder mag dich am liebsten sofort herzen und knuddeln.
Diejenigen, die du öfter um dich hast, strahlst du hingegen mit deinem schönsten Lächeln an, kreischst und machst Freudenlaute, wenn du sie siehst.

Ich hoffe, das wird sich weiter bessern, denn das würde auch für mich eine positive Veränderung bedeuten. Dadurch, dass du eben die allermeiste Zeit bei mir bist, fällt es mir schwerer, dich gehen zu lassen. Es bereitet mir Sorgen, nicht zu wissen, ob du dich wohl fühlst und ob andere mit dir klar kommen. Die eine oder andere Verabredung habe ich deshalb schon abgesagt, weil ich es einfach nicht hätte genießen können.
Immerhin, manchmal klappt es doch ganz gut und auch wenn es dann vielleicht nicht soo lang ist, wir kommen auch ohne einander klar.

Kleiner Schatz, egal was kommt, egal was ist: Du bist so tief in meinem Herzen, das ich es kaum mit Worten beschreiben kann. Vielleicht liegt es daran, dass du eben meine kleinste bist und es nach dir kein weiteres Baby geben wird. Jeden Fortschritt, den du machst, sehe ich mit Stolz. Du bist ein tolles Kind und hast so eine warme, sonnige Persönlichkeit, die mich, uns, so oft zum Lachen bringt. Und manchmal zu Tränen rührt.
Ich wünsche mir oft, dass alle dich so kennen würden, wie wir es tun, denn du bist einfach nur herzerwärmend.

Ich liebe dich,

deine Mama







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