Montag, 3. Dezember 2012

Aufgeräumt im Kopf

Manchmal kann ich in der Nacht nicht schlafen, weil mir gefühlte drölfzilliarden Sachen im Kopf herumgeistern, die mich wach halten.
So was wie: "Morgen früh muss ich um X Uhr aufstehen, damit ich es rechtzeitig schaffe, die kleine Fee anzuziehen, in den Kindergarten zu bringen und um acht beim Discounter Y und Z zu besorgen."- "Hm, war das überhaupt morgen mit dem Angebot?" oder: "Puh, was muss ich eigentlich morgen alles machen? Weia, ich hab heute vergessen den Termin beim Doc abzusagen, dass darf ich auf keinen Fall vergessen. Was koche ich eigentlich morgen?". Das läuft dann manchmal auch in Endlosschleife, bis ich wieder eingeschlafen bin. (Ich brauche nicht extra zu erwähnen, dass die kleine Fee in solchen Nächten gern mal öfter nach mir ruft, wenn ich soeben wieder eingeschlafen bin, nachdem mich solche Banalitäten gute 2-3 Stunden wach gehalten haben, oder?)

Darum mag ich to-do-Listen ganz gerne, weil die mir helfen, meinen Kopf ein bisschen aufzuräumen und auch über längere Zeiträume Termine und Aufgaben im Blick zu halten. Und ich finde es schön, wenn ich einen Punkt durchstreichen kann. Z.B. Weihnachtsgeschenke, die ich besorgt habe. Oder einen Auftrag, den ich fertig und verschickt habe. :)

Heute morgen gab es also wieder eine neue to-do-Liste, weil mein Kopf dringend aufgeräumt werden musste. Gleich vier Punkte konnte ich heute Vormittag schon abhaken, bei manchen Punkten muss ich noch auf Material warten, damit ich loslegen kann, andere sind längerfristig ausgelegt und es kommt auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an. Dass das ganze so schwarz auf weiß vor meiner Nase liegt beruhigt mich ziemlich und erleichtert auch das nächtliche wieder Einschlafen, denn ich weiß: Alles im Blick.

(Man könnte denken, ich sei ein Kontrollfreak. Zu einem gewissen Teil stimmt das vermutlich, aber man muss ja auch nicht übertreiben. Ich mag es nur nicht, Dinge unpünktlich zu erledigen oder zu vergessen und die Schwangerschaft führt (neben weiteren unpraktischen Nebenwirkungen wie Verstopfung und Ischiasschmerzen) dazu, dass mein Kopf hin und wieder einem Sieb gleicht. Listen verhindern das weitestgehend.)

Da bin ich doch froh, dass ich in der Schule schreiben lernen durfte. ;)

Kommentare:

  1. Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich habe auch immer so viel im Kopf und Angst etwas zu vergessen, dass ich eine to-do-Liste über meinen Schreibtisch zu hängen habe.
    Abends im Bett, wenn ich so langsam am einschlafen bin, genieße ich es sogar, in aller Ruhe tausend Sachen zu durchdenken, zu grübeln und zu träumen... hier hat man endlich mal Ruhe vor dem alltag zwischen Kinder, Frau und Arbeit.

    Liebe Grüße, Christian

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  2. Naja, dass ich es genieße kann ich nicht wirklich sagen. Zumindest nicht mitten in der Nacht, wenn ich EIGENTLICH lieber schlafen würde. ;)

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